Samstag, 22. August 2026

 Freitag, 21.08.2026

Mein Dorf wird igelfreundlich

Freitag, 21.08.2026

Letzter Tag. Leider haben wir nicht so viele Tore anbringen können, wie wir uns das gewünscht haben. Aber wir haben einen Anfang gemacht. 

Als wir heute Morgen zum Treffpunkt in Hochstadt kamen, erlebten wir schon die erste Enttäuschung: Unser roter Igel, den wir an unsere Info-Tafel geklebt hatten, war geklaut. Nicht einmal einen Tag hat er es geschafft. Traurig. 


Ich hab das gleich der Journalistin geschrieben, die uns gestern besucht und beim Einbau der Igeltore begleitet hat. Sie will es in ihren Artikel mit aufnehmen. Darauf sind wir nun gespannt. 

Die Woche war recht entspannt. Über den Montag wurde ja schon berichtet. Am Dienstag waren wir erst in der Schule, um ein paar Gegenstücke fertig zu beschriften, dann fuhren wir nach Hochstadt, um Werbung zumachen. 

Am Mittwoch haben wir die Herausforderung auf dem Kiesbuckel besucht. Mit dem Bus des Schienenersatzverkehrs sind wir nach Albersweiler gefahren und von dort aus zum Naturfreundehaus am Kiesbuckel gewandert. Es war glücklicherweise nicht ganz so heiß wie die letzten Tage, trotzdem war es schweißtreibend, dort hoch zuwandern. Oben angekommen wurden wir von den Herausforderern dort oben freudig begrüßt und einige von uns trafen ihre Klassenkameraden, mit denen sie dann eine Hausbesichtigung machten. Ich musste trotzdem einen Anpfiff loswerden, weil die Hälfte der Gruppe sich im Wald während des Aufstiegs selbständig gemacht hatte und nicht mehr in Sicht- oder Rufweite war. Das geht gar nicht. Ich erklärte, warum. Die Einsicht kam eher halbherzig, da ja nichts passiert war und sie sich nicht verlaufen hatten. und ja eigentlich schon alt genug sind, um verantwortungsvoll zu handeln und sich zu orientieren. Jaaa. Stimmt. Aber... Naja. So ganz gelassen konnte ich nicht damit umgehen. 









Wir bestellten uns was zu essen, tranken was und ruhten uns ein wenig aus. Unsere Gruppe war plötzlich zweigeteilt. Ein Teil traf seine Freunde, die in der anderen Herausforderung aktiv waren, die anderen genossen den Ausblick oder schaute sich auf dem Gelände und im Haus um. 

Am Nachmittag machten wir uns auf den Rückweg. Der funktioniert super und mit Augenzwinkern, weil an jeder Minikurve nun angehalten und gescheut wurde. Auch gut. 

Am Donnerstag hatten wir mehrere Termine zum Einbau von Toren. Wir wurden dabei von einer Journalistin und einer Fotografin begleitet, was zwei von uns davon abhielt, dabei zu sein. Es war mal eine andere Erfahrung, für Bilder, die nicht gestellt aussehen sollen, Anweisungen zu erhalten, wie man sich verhalten soll. Zunächst standen jedoch beim ersten Termin die Igelbabys im Focus aller. Wir waren bei der kleinen privaten Igelpflegestelle von Frau Bungartz; dort hatten wir die Pflegestelle schon mal angeschaut und wussten schon, wie süß die kleinen Igelbababys sind. Fotografin und Journalistin waren auch sofort gefangen von den Kleinen. Aber dann ging es doch um die Tore und deren Einbau. Wir bauten das erste Tor ein und wechselten dann zur Nachbarin gegenüber, bei der wir gleich zwei Tore einbauen durften. Nachdem wir diverse Fragen der Journalistin beantwortet hatten und mit unserer Arbeit fertig waren, machten wir uns auf den Weg zum Treffpunkt Lebenskreis. Nach einer kleinen Trinkpause besuchten wir ein Gemeinderatsmitglied, das Interesse bekundet hatte und durften  - diesmal ohne Presse - ein weiteres Tor einbauen. Damit war der Vormittag um und wir sorgten für unser Mittagessen. Danach machten wir noch eine kleine Werberunde und konnten dann den Tag abschließen. 

Und der Freitag verging mit der Übergabe eines Igeltors an einen, der es selbst einbaut und dem Einbau weiterer zwei Tore bei einer Familie, die wir schon mal besucht hatten, aber nicht genügend Tore hatten. Diesmal waren wir gerüstet. Auf dem Weg zu einem weiteren Interessenten wurden von Dorfbewohnern noch Fragen zu unserem Projekt gestellt und natürlich beantwortet. Auch Frau Bungartz erhielt noch weitere Tore für Leute, die davon gehört hatten, aber nicht im Dorf wohnen. 




Sie stoßen schon auf Interesse, unsere Igeltore, wenn die Leute sie sehen oder davon hören. Wir werden drüber nachdenken, wie wir damit umgehen. Wir sind ja keine Firma... 

Der Freitag endete früh. Für unser Mittagessen sorgten wir gemeinsam. Auch die Buchhaltung wurde noch erledigt, der Tagesbericht geschrieben und dann verabschiedeten wir uns ins Wochenende, nachdem wir die uns zur Verfügung gestellte Küche aufgeräumt, unsere Materialien im Auto verstaut und alles sauber gemacht hatten. 

Der Montag  kann kommen. 

 

 Donnerstag, 20.08.2026

Mit dem Rucksack durch die Pfalz 


Eine (Helden)geschichte 


Es waren einmal zwei lehrende Wanderer die mit ursprünglich 12, noch 9 Schülern, einer Betreuerin und Kompass sowie Karte durch den Pfälzerwald zogen. 

Am Morgen des 11.Tages ihrer Reise ging die Wandergruppe nach einem üppigen Frühstück bei einem ortsansässigen Edeka eine ungeplante Runde durchs Dorf bevor sie endlich auf ihren zuvor bestimmten Pfad traten. 





Doch die zwei Wanderer traten nie auf diesen Pfad, sie waren zu beschäftigt damit Erledigungen auf ihren neumodischen mobilen Endgeräten zu tätigen und gingen stupide geradeaus. Währenddessen ging die restliche Truppe mehr oder weniger zügig in Richtung Tagesziel, ein mystisches Dorf voller Eselfiguren. Nach einiger Zeit wartete die Gruppe bevor sie tiefer in den verwunschenen Pfälzerwald eintrat, der letzte junge Wanderer kam an, doch von den beiden lehrenden Wanderern gab noch immer noch keine Spur. So wartete die Gruppe weiterhin im Wald. 

Währenddessen liefen die Wanderer ihren Weg entlang, sie gingen immer weiter und dachten sich “Hey, heute lassen wir die Kids mal machen und ihren Weg gehen!”. Doch nachdem sie Halt an einer nahegelegenen Tankstelle machten, Kaffee besorgten und den dortigen Wirt nach einer Wandergruppe fragten, konnte jener ihnen keine Auskunft geben, ob eine solche vorbeikam. Sie gingen dennoch davon aus, die restliche Truppe ist noch auf dem selben Weg, erst als ein weit überschaubares Stück des Weges vor ihnen lag kamen sie ins Zweifeln. 

Nach einiger Zeit wurde die restliche Wandergruppe misstrauisch und überlegte mithilfe des Mobiltelefons der Betreuerin einen der lehrenden Wanderern zu kontaktieren, doch bevor sie dies taten kam schon eine Textnachricht herbeigeflogen: “Schick mal bitte euren Live-Standort”. Nachdem dieses erledigt war kam auch direkt ein Telefonanruf von einem der lehrenden Wanderer: “Hey, wo seid ihr an der Tankstelle langegangen”, Verwirrtheit breitere sich aus, denn die Gruppe kam nie an einer Tankstelle vorbei. Es stellte sich heraus, die lehrenden Wanderer waren an der ersten Abbiegung zum korrekten Pfad vorbeigegangen und waren nun 1,9 Kilometer von ihrer Gruppe entfernt. Nach schallerndem Gelächter traten die Wanderer den halbstündigen Weg zu ihrer Gruppe an, und wurden unter tosendem Applaus empfangen. 

Somit ging die Gruppe nun wieder vollständig in Richtung Zielort, mit einigen falschen Abbiegungen, Unstimmigkeiten in der Wegeplanung und Stimmungsschwankungen wie bei einer Achterbahnfahrt. 

Doch letztendlich kamen sie auf der Madenburg an, mit schwerem Gepäck und doch ein par Kilometern mehr als ursprünglich geplant. Dort wurden die gepackten Nahrungsrationen verspeist, der Ausblick betrachtet, kühle Getränke genossen und mit dem Sprössling des einen lehrenden Wanderers gespielt. Nach einer ausgiebigen Pause und Erkundung der Madenburg machte sich die Gruppe nun auf den Rückweg. Begleitet nun von der Frau unseres einen lehrenden Wanderers statt seiner selbst, der mit seinem Kind den wichtigen Einkauf tätigte damit die Gruppe am Abend eine gefrorene Genüssligkeit verspeisen konnte und ihre Speicher am nächsten morgen wieder mit einem letzten gemeinsamen Frühstück auffüllen konnte. 














Der letzte gemeinsame Abend wurde nun ausklingen gelassen mit gegrilltem Fleisch und Mais, kühlen Getränken, Fußball auf dem Platz und letzten gemeinsamen Spielen. Denn morgen ist die Heldenreise vorbei mit schätzungsweise 175 Kilometern in Landau. 



Und wenn sie sich erneut verlaufen haben, dann Wandern sie noch heute.

 Donnerstag, 20.08.2026

Grenze - wir und die anderen


Tagesbericht vom 20.08.26

Heute ging es um nach dem Frühstück noch mal früh los. Wir hatten einen workshop im Paläon gebucht. Das ist ein Museum an der weltweit größten Ausgrabungsstelle zur Frühgeschichte der Menschheit. Man hate hier in den 80er Jahren Speere gefunden, die 300 000 Jahre alt waren. 






Bis dahin hatte man angenommen, dass erst viel später die Menschen Wurfwaffen hatten. Alle Geschichtsbücher mussten so umgeschrieben werden, weil man anhand der Speere und weiteren Funde mehr Wissen über die damalige Jagd bekam. Nicht wie vermittelt, jagte nur Männer, sondern auch Frauen. Es wurde nach Eignung, nicht nach Geschlecht ausgewählt. Auch Mäner sammelten Beeren und Kräuter. Uns wurde gezeigt, wie man Feuer machte und mit scharfen Feuersteinen Leder schnitt. Wir durften es selbst ausprobieren. 





Danach ging es nach draußen und konnten erleben, wie man mit einem Speer einen Hirschen erlegen könnte. Das war ganz schön schwierig, den Speer zu werfen und auch den Hirsch zu treffen. Er blieb aber geduldig stehen . 


Anschließend konnten wir mit einer Wurfschleuder erfahren, wie technisch schlau die Menschen damals waren. Mithilfe eines kleinen Stockes wurde ein Pfeil derart unkompliziert beschleunigt, dass er über 100 Meter flog. Zum Glück müssen wir nicht mehr jagen …








Am Nachmittag gabs Spagetti mit Pesto und wir machten uns an die ersten Auswertung. Wir schrieben uns gegenseitig Komplimente und überlegten, was wir alles gelernt haben. Heute machen wir einen Abschluss mit den Zeitzeugen beim Griechen und abends wollen wir nochmals zusammen einen Film schauen.  

In der Kirche räumten wir noch die Reste unseres Theaterstücks weg und spielten auf der wunderbaren Orgel. Beim Griechen in der "Alten Schule" in Hötensleben genossen wir es mal nicht selbst zu kochen.





 Donnerstag, 20.08.2026

Grenze - wir und die anderen

Nachtrag zu gestern:

Wir waren alle sehr aufgeregt, denn die Kirche war voll. Um 18:00 Uhr ging es dann los und lief wie am Schnürchen. Die Leute lachten viel und haben unsere Idee, die Perspektive über Humor einzunehmen, verstanden. Alle spielten ihre Rollen hervorragend und legten noch eine Schippe drauf. Am Ende wurde wir doch tatsächlich gefeiert, das hat uns natürlich sehr gefreut. Wir haben in 5 tagen ein richtiges Stück auf die Bühne gebracht, in dem wir das Thema Grenze mit Humor und Hintergründigkeit dargestellt haben. Am 6.09. ist hier Landtagswahl und das Thema Demokratie ist sehr aktuell. Weil alles so unglaublich gut gelaufen ist haben wir nach dem Abendessen noch den Film „The Incredible“ geschaut. Nachts um 1:00 schreckten wir hoch, weil die Dachsirene so laut war und die Feuerwehr im Dorf ausrückte.

 

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Freitag, 21. August 2026

 Donnerstag, 20.08.2026 und Freitag, 21.08.2026

Das grüne Band: vom Todesstreifen zur Lebenslinie

5. Bericht HF Grünes Band

Am letzten Tag im Harz wanderten wir am Grünen Band nach Walkenried. Unterwegs entdeckten wir Steinbrüche und schauten uns das Kloster an. Wir waren von der Karstlandschaft beeindruckt, vor allem die sogenannten Zwergenlöcher interessierten uns. 
Abends saßen wir noch lange zusammen.

Heute geht es wieder in die Heimat, wir sitzen lange im Zug und freuen uns auf zu Hause, um von unseren Erlebnissen zu berichten.


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  Mittwoch, 26.08.2026 Zum Schluss  ein Dankeschön - und  ein Resümee  Als mir vor den Sommerferien beim Elternabend zu den Herausforderunge...