Samstag, 22. August 2026

 Donnerstag, 20.08.2026

Mit dem Rucksack durch die Pfalz 


Eine (Helden)geschichte 


Es waren einmal zwei lehrende Wanderer die mit ursprünglich 12, noch 9 Schülern, einer Betreuerin und Kompass sowie Karte durch den Pfälzerwald zogen. 

Am Morgen des 11.Tages ihrer Reise ging die Wandergruppe nach einem üppigen Frühstück bei einem ortsansässigen Edeka eine ungeplante Runde durchs Dorf bevor sie endlich auf ihren zuvor bestimmten Pfad traten. 





Doch die zwei Wanderer traten nie auf diesen Pfad, sie waren zu beschäftigt damit Erledigungen auf ihren neumodischen mobilen Endgeräten zu tätigen und gingen stupide geradeaus. Währenddessen ging die restliche Truppe mehr oder weniger zügig in Richtung Tagesziel, ein mystisches Dorf voller Eselfiguren. Nach einiger Zeit wartete die Gruppe bevor sie tiefer in den verwunschenen Pfälzerwald eintrat, der letzte junge Wanderer kam an, doch von den beiden lehrenden Wanderern gab noch immer noch keine Spur. So wartete die Gruppe weiterhin im Wald. 

Währenddessen liefen die Wanderer ihren Weg entlang, sie gingen immer weiter und dachten sich “Hey, heute lassen wir die Kids mal machen und ihren Weg gehen!”. Doch nachdem sie Halt an einer nahegelegenen Tankstelle machten, Kaffee besorgten und den dortigen Wirt nach einer Wandergruppe fragten, konnte jener ihnen keine Auskunft geben, ob eine solche vorbeikam. Sie gingen dennoch davon aus, die restliche Truppe ist noch auf dem selben Weg, erst als ein weit überschaubares Stück des Weges vor ihnen lag kamen sie ins Zweifeln. 

Nach einiger Zeit wurde die restliche Wandergruppe misstrauisch und überlegte mithilfe des Mobiltelefons der Betreuerin einen der lehrenden Wanderern zu kontaktieren, doch bevor sie dies taten kam schon eine Textnachricht herbeigeflogen: “Schick mal bitte euren Live-Standort”. Nachdem dieses erledigt war kam auch direkt ein Telefonanruf von einem der lehrenden Wanderer: “Hey, wo seid ihr an der Tankstelle langegangen”, Verwirrtheit breitere sich aus, denn die Gruppe kam nie an einer Tankstelle vorbei. Es stellte sich heraus, die lehrenden Wanderer waren an der ersten Abbiegung zum korrekten Pfad vorbeigegangen und waren nun 1,9 Kilometer von ihrer Gruppe entfernt. Nach schallerndem Gelächter traten die Wanderer den halbstündigen Weg zu ihrer Gruppe an, und wurden unter tosendem Applaus empfangen. 

Somit ging die Gruppe nun wieder vollständig in Richtung Zielort, mit einigen falschen Abbiegungen, Unstimmigkeiten in der Wegeplanung und Stimmungsschwankungen wie bei einer Achterbahnfahrt. 

Doch letztendlich kamen sie auf der Madenburg an, mit schwerem Gepäck und doch ein par Kilometern mehr als ursprünglich geplant. Dort wurden die gepackten Nahrungsrationen verspeist, der Ausblick betrachtet, kühle Getränke genossen und mit dem Sprössling des einen lehrenden Wanderers gespielt. Nach einer ausgiebigen Pause und Erkundung der Madenburg machte sich die Gruppe nun auf den Rückweg. Begleitet nun von der Frau unseres einen lehrenden Wanderers statt seiner selbst, der mit seinem Kind den wichtigen Einkauf tätigte damit die Gruppe am Abend eine gefrorene Genüssligkeit verspeisen konnte und ihre Speicher am nächsten morgen wieder mit einem letzten gemeinsamen Frühstück auffüllen konnte. 














Der letzte gemeinsame Abend wurde nun ausklingen gelassen mit gegrilltem Fleisch und Mais, kühlen Getränken, Fußball auf dem Platz und letzten gemeinsamen Spielen. Denn morgen ist die Heldenreise vorbei mit schätzungsweise 175 Kilometern in Landau. 



Und wenn sie sich erneut verlaufen haben, dann Wandern sie noch heute.

1 Kommentar:

  1. Himmel nee. Wer von euch kann sooooooo toll schreiben? Ich hab Tränen gelacht.

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