Montag, 17. August 2026

 Samstag, 15.08.2026

Mit dem Rucksack durch die Pfalz

Tag 6 – Wenn der Wurm drin ist … dann aber richtig!

Der Sonnenaufgang am Morgen sah eigentlich richtig schön aus und alles sah nach einem perfekten Wandertag aus.

Eigentlich.

Denn unser Tag begann schon um 5:40 Uhr. Unsere Pippi kam zu Philipp und sagte: „Mir geht es nicht gut." Direkt danach kam aber noch:

„Ich will aber nicht nach Hause!“ Das ist auf jeden Fall Kampfgeist. Leider wurde es nicht besser. 

Dann war klar: Pippi muss nach Hause.

Plötzlich war es ziemlich ruhig. Wenn unsere kleine Quasselstrippe nicht mehr redet, merkt man erst einmal, wie still es sein kann. Wir hoffen, dass sie sich schnell wieder erholt und bald wieder bei uns ist!

Dann dachten wir: Jetzt kann der Wandertag ja endlich richtig starten. 15 Minuten später war Philipp weg.

Kiesbuckel und die Ringelsberghütte mussten versorgt werden. Also ging es für Philipp erstmal einkaufen und Sachen hinbringen. Danach wieder einkaufen und wieder hinbringen. Das Ganze ging ganze 6 Stunden und 15 Minuten.

Irgendwann wusste Philipp wahrscheinlich selbst nicht mehr, ob er eigentlich wandert oder für einen Lieferdienst arbeitet.

Die Gruppe war währenddessen unterwegs. Auf dem Wanderweg trafen wir sogar auf Highland Cows. Die Route wurde außerdem etwas verkürzt, weil es für einen aus der Gruppe ziemlich anstrengend wurde. Natürlich wurde ihm Hilfe angeboten und versucht, ihn so gut wie möglich zu unterstützen.

Am Abend kam dann noch eine Sache, mit der wirklich niemand gerechnet hatte. Eine Hornisse.

Und plötzlich waren alle erstaunlich schnell.

Es wurde geschrien, gerannt und versucht, möglichst viel Abstand zu gewinnen. Keine Ahnung, ob wir an diesem Tag bei irgendeinem Anstieg schneller waren als bei der Hornisse. Später kam Patricks Freundin vorbei und wir verbrachten noch etwas Zeit zusammen. Wir spielten gemeinsam Spiele und aßen Curry. Das war allerdings etwas schärfer als erwartet. Aber auch Philipp war irgendwann mit seiner „Lieferdienst-Schicht“ fertig.

Und als man dachte, jetzt kann wirklich nichts mehr passieren, kam noch der letzte Punkt des Tages.

Marcus hatte Philipp von der Ringelsberghütte nach Annweiler gefahren. Ungefähr 20 Minuten später klingelte das Telefon. Marcus hatte einen Plattfuß.

Da konnte man eigentlich nur noch sagen: „Sonst noch was?“ Damit hatte dieser Tag wirklich alles dabei:

Pippi musste krankheitsbedingt nach Hause, Philipp musste die Gruppe verlassen, die Route wurde verkürzt, es gab Highland Cows, jemand brauchte Unterstützung, eine Hornisse sorgte für den schnellsten Sprint des Tages, Patricks Freundin kam vorbei, es gab Spiele und scharfes Curry und am Ende hatte Marcus auch noch einen Plattfuß.

Es gibt Tage, an denen einfach alles läuft.

Und dann gibt es Tage wie diesen.

Aber irgendwann war Philipp wieder bei seinen Homies.

Und damit war die Welt wieder ein bisschen besser.

Denn das Beste kommt zum Schluss:

MORGEN IST RUHETAG!









Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

  Mittwoch, 26.08.2026 Zum Schluss  ein Dankeschön - und  ein Resümee  Als mir vor den Sommerferien beim Elternabend zu den Herausforderunge...